Kassenleistungen

Informationen für Kassenpatienten

Die allermeisten Kosten der Physiotherapie werden problemlos von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auf gesetzlich krankenversicherte Patienten entfällt dann lediglich eine geringe Zuzahlung.

Damit die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss jeder gesetzlich krankenversicherte Patient eine Heilmittelverordnung seines behandelnden Arztes vorlegen. Deshalb sollten Sie vor dem Besuch bei uns immer erst den Hausarzt aufsuchen, damit dieser die erforderliche Heilmittelverordnung ausstellt.

„Nur wer sich in Körper und Geist wohlfühlt, weiß was ein Zuhause ist.“

– Asiatische Weisheit

MTO: Manuelle Therapie (mit Osteopathischem Konzept)

Die Manuelle Therapie findet Ihren Ursprung in der von Andrew Taylor Still entwickelten Osteopathie, welche den Körper als integrative Funktionseinheit betrachtet. Der Mensch wird als Einheit behandelt.

Störungen in einem Bereich des Körpers lösen Symptome in anderen Körperbereichen aus. Durch die Behandlung des Knochengerüstes und des Bewegungsapparates können sich daher Störungen des Organismus beheben lassen.
Eine wesentlichen Grundannahme der Ostheopathie ist die Fähigkeit der Selbstregulierung des Körpers.

Mit den Händen wird die „Grundspannung“ von Muskeln, Knochen und Gelenken festgestellt, gestörte Funktionen werden erkannt und können behandelt werden. Die Osteopathie soll die Selbstheilungskräfte aktivieren und fördern.

CMD: Kieferbehandlung

Craniomandibuläre Dysfunktion:  Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist der Überbegriff für eine Fehlregulation des Kiefergelenks sowie der daran beteiligten Muskeln und Knochen (Ober- und Unterkiefer bzw. Schädel). Diese Fehlregulation führt zu einer fehlerhaften Biss Lage der Zähne – der Biss stimmt nicht mehr. Vielfältige chronische Beschwerden können die Folgen sein: Ein einzeln auftretendes Symptom muss noch keine CMD als Ursache haben. Treten jedoch mehrere der unten angeführten Symptome gleichzeitig auf, sollten Sie sich auf eine mögliche Erkrankung an craniomandibulärer Dysfunktion hin untersuchen lassen, da sonst schwerwiegende Folgen möglich sind:

  • Kopfschmerzen / Nackenschmerzen/ Nackensteifheit
  • Pressen oder Zähneknirschen (auch im Schlaf)
  • Ohrgeräusche (Tinnitus) / Ohrenschmerzen
  • Zahnabrasion
  • Kiefergelenksschmerzen / Kiefergelenksknacken / Unklare Beschwerden der Kieferhöhle
  • Zähne passen nicht aufeinander / Doppelbiss / Ein Zahn „stört“
  • Schmerzen hinter dem Auge / Doppelsehen / Lichtempfindlichkeit
  • Schmerzen in der Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule
  • Unterkiefer rutscht beim Zubeißen zur Seite / Einseitiger Zahnkontakt
  • Beim Zubeißen haben nur Frontzähne Kontakt / Einseitiges Kauen
  • Zurückgehendes Zahnfleisch / Empfindliche Zahnhälse / Zahnschmerzen
  • Taubheitsgefühl im Mund / Zungenbrennen
  • Zahnlockerungen / Zahnwanderungen / Keilförmige Defekte
  • Mund geht nicht richtig auf / Schluckbeschwerden
  • Gesichtsschmerzen / Druck auf dem Kopf
  • Verspannung morgens beim Aufstehen
  • Berührungsempflindlichkeiten von Haaren und Kopfhau
  • Augenflimmern / wechselhaftes Sehvermögen
  • Heiserkeit / Halsschmerzen / Häufiges Räuspern
  • Übelkeit Appetitlosigkeit
  • Sprachprobleme / Stimmbandprobleme /Kloß im Hals
  • Schulterschmerzen / Generelle Haltungsprobleme
  • Kribbeln in den Fingern / Taubheitsgefühle /Gelenkschmerzen im ganzen Kör
  • Schlafstörungen Stimmungsschwankungen / Depressive Verstimmungen

Viele Symptome können sich einzeln oder auch in unterschiedlicher Ausprägung manifestieren. Oft erstrecken sich die Schmerzen auf den ganzen Körper und werden nicht sofort als Kiefergelenkerkrankung erkannt.

Es gibt jedoch eine Reihe typischer Symptome, die auf Kieferfehlstellung schließen lassen:

  • Kiefergelenkgeräusche (z.B. Knacken des Kiefers)
  • Eingeschränkte Unterkieferbewegungen
  • Ohrenschmerzen
  • andauernde Kopfschmerzen
  • Nacken- und Schulterverspannungen
  • Verspannungen der Rückenmuskulatur
  • Rötungen und Schwellungen der Kiefergelenke

Nach einer eingehenden Diagnose sind die Ursachen für Kieferschmerzen meist sehr gut behandelbar.

Kiefergelenkschmerzen – Ursachen

Die Beschwerden gehen meist von einer Überlastung des Kiefergelenks bzw. der Kaumuskulatur aus. Diese sind häufig nicht auf einen Störfaktor allein zurückzuführen, sondern gehen mit Zahn- oder Kiefererkrankungen einher. Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie kann in vielen Fällen mit abgestuften Behandlungsstrategien effizient helfen.

Häufigste Gründe für Kiefergelenkschmerzen:

  • Kieferfehlstellungen (craniomandibuläre Dysfunktion)
  • schlecht angepasster Zahnersatz
  • Zahnlücken und damit verbundene Zahnwanderungen
  • ähneknirschen (Bruxismus)
  • Arthrose der Kiefergelenke

Meist dauern die Beschwerden über Jahre an, weil die Ursachen nicht eindeutig festgestellt werden können. Viele Betroffene wissen nicht, dass die Ursachen auch in einer Funktionsstörung des Kiefergelenks und des Kauorgans begründet liegen können. Zahnärztliche Verfahren können bei Kiefergelenkserkrankungen und weiteren Symptomen Abhilfe schaffen.

Unser Kauapparat ist eins der sensibelsten Systeme unseres Körpers. Kau- und Rückenmuskulatur sind eng miteinander verbunden, sodass sie sich sogar gegenseitig beeinflussen können und bei Fehlregulationen zu Kiefergelenkserkrankungen führen können.

Eine Funktionsstörung kann vielerlei Ursachen haben, unter anderem:

  • Schlecht sitzende Kronen, Brücken
  • Fehlerhafte Füllungen
  • Zahnfehlstellungen
  • Fehl Biss
  • Haltungsfehler

Kiefergelenkschmerzen – Behandlung

Nachdem durch die Funktionsanalyse umfassend Störungen des Kiefers und gesummten Mundbereiches diagnostiziert wurden, kann ein individueller Therapieplan erstellt werden

Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen sowohl physikalische und medikamentöse Therapien als auch kieferorthopädischen und kieferchirurgischen Maßnahmen. In den vielen Fällen kann bereits mittels der  Aufbissschiene  eine deutliche Linderung der Kiefergelenkschmerzen erreicht werden. Da das Zähneknirschen meist in einem direkten Zusammenhang mit einer craniomandibulären Dysfunktion steht, können das Knirschen selbst sowie die Kieferfehlstellung gemeinsam therapiert werden.

MDL: Manuelle Lymphdrainage (Lymphologie Konzept)

Die manuelle Lymphdrainage (ML od. MLD) ist eine Form der physikalischen Therapien und Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE).

Der Körper wird durch feinste Blutgefäße ständig mit lebenswichtigen Stoffen versorgt.
Für den Abtransport der Abfälle des Stoffwechsels, der sogenannten lymphpflichtigen Last ist das Lymphsystem zuständig. Im Falle einer Funktionsbeeinträchtigung des Lymphsystems stellt MLD eine wirkungsvolle Unterstützung dar. Eine Entstehung von Lymphödemen kann verhindert werden, bereits bestehenden Schwellungen können reduziert werden.

Das Bobath Konzept (Krankengymnastik des zentralen Nervensystems)

Das Bobath Konzept baut auf der Plastizität des menschlichen Gehirns auf. Ein neurophysiologischer Mechanismus, welcher die nie aufhörende Veränderungsfähigkeit des Gehirns beschreibt.
Egal, ob ein Mensch neues Wissen oder eine neue körperliche Bewegung erlernt – immer verändern sich dabei Synapsen, Nervenzellverbindungen und ganze Hirnareale.

Heute gilt das Bobath-Konzept als das erfolgreichste Behandlungskonzept für Menschen mit Bewegungsstörung infolge einer neurologischen Erkrankung. Patienten mit Hirnschäden und zentralen Lähmungen galten noch vor einigen Jahren als Pflegefälle. Durch gezielte pflegerische und therapeutische Maßnahmen können sie heute durchaus erfolgreich rehabilitiert werden.
Das Bobath-Konzept beinhaltet keine vorgeschriebenen Techniken, Methoden oder Übungen, die mit allen Patienten in stets gleicher Weise zu absolvieren sind, sondern es berücksichtigt vielmehr die individuellen Möglichkeiten und Grenzen eines Patienten und bezieht diese unter Anwendung einiger Prinzipien in die Therapie mit ein.

Durch gezielte Stimulation des Patienten und repetitive Übungen kann sich das Gehirn neu vernetzen und verlorengegangene Fähigkeiten können wieder erlernt werden.

KGG: Krankengymnastik mit Geräten

Krankengymnastik am Gerät (KGG) ist eine aktive Trainingstherapie, die unter Anleitung unserer Physiotherapeuten ausgeführt wird. Das Trainingsziel kann je nach Patient variieren. Hauptsächlich steht der Aufbau der Kraft sowie die Verbesserung der Ausdauer, der Beweglichkeit und der Koordination im Vordergrund.

Einsatzbereiche Krankengymnastik am Gerät

  • Muskuläre Schwäche
  • Muskuläre Dysbalancen
  • Postoperativ
  • Posttraumatisch
  • Schmerzen
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Koordinationsprobleme
  • Instabilitäten
  • Fehlstellungen der Wirbelsäule
  • Fehlhaltungen
  • Arthrose
  • Neurologische Erkrankungen
  • Osteoporose
  • Motorische Paresen Erkrankungen / Verletzungen des Bewegungsapparates (Bandscheibenvorfälle…)
  • Beckenbodenschwäche
  • Inkontinenz